In der 18. Runde der ADMIRAL 2. Liga gastierte der FC HOGO Hertha Wels beim SKU Amstetten.
FC HOGO Hertha Wels trotzt Druckphase – Platzverweis kurz vor der Pause bringt neue Dynamik
Trotz massiver Schneefälle und mehrerer Spielabsagen in dieser Runde konnte die Partie in Amstetten dank intensiver Unterstützung zahlreicher freiwilliger Helfer planmäßig stattfinden. Bei leichtem Regen und rund sechs Grad präsentierte sich der Platz in bespielbarem Zustand.
Cheftrainer Christian Heinle vertraute in der Startelf mit Nicolas Keckeisen, Marek Svec und Tolgahan Sahin gleich drei Neuzugängen. Die Anfangsphase gehörte klar den Hausherren: Mit langen Einwürfen, frühem Pressing und hoher Ballbesitzquote setzte Amstetten die Welser Defensive von Beginn an unter Druck. Der FC HOGO Hertha Wels war zunächst vor allem mit Abwehrarbeit beschäftigt, das Pressing begann tief in der eigenen Hälfte. Offensiv versuchten die Gäste immer wieder, mit direkten und langen Bällen Akzente zu setzen, klare Umschaltsituationen blieben jedoch zunächst aus.
Die erste gefährliche Szene verzeichneten die Mostviertler in der 17. Minute, als Peham aus aussichtsreicher Position abzog, Kilian Schröcker reagierte stark und parierte sicher. Mit zunehmender Spieldauer stabilisierte sich Wels gegen eines der Top-5-Teams der Liga und hielt defensiv kompakt dagegen. Ein Freistoß aus zentraler Position (22.) durch Pertlwieser wurde von der Welser Mauer geblockt, auch der anschließende Eckball brachte keine Gefahr. In der 40. Minute verfehlte ein flacher Abschluss von Wimmer das Tor, Kilian Schröcker musste nicht eingreifen.
Kurz vor der Pause wurde es nochmals turbulent: Ein Tiefenpass von Albin Gashi auf Marek Svec zwang Amstettens Torhüter Estevao weit aus seinem Strafraum, wo er den Ball im Zweikampf mit der Hand berührte. Die logische Konsequenz war die Rote Karte. Nach dem Torhüterwechsel bot sich Wels unmittelbar eine große Möglichkeit: Den Freistoß von Gashi ließ der eingewechselte Schlussmann abprallen, Manuel Thurnwald kam per Kopf zum Abschluss, die Gastgeber klärten zur Ecke. In der Nachspielzeit setzte Amstetten nochmals einen Standard über das Tor.
Zur Pause stand eine intensive erste Halbzeit mit klarer Anfangsdominanz der Hausherren, stabilisierter Welser Defensive und einer möglichen spielentscheidenden Szene kurz vor dem Seitenwechsel zu Buche.

Halbzeit 0:0
Effiziente Führung, Elfmeter-Ausgleich und intensiver Schlagabtausch bis zum Schluss
Mit Beginn der zweiten Halbzeit brachte Cheftrainer Christian Heinle Tolga Günes und Michael Brugger neu in die Partie und Wels setzte prompt ein Ausrufezeichen. Nach einem Einwurf landete der Ball an der Strafraumgrenze bei Albin Gashi, der ohne zu zögern abzog und sehenswert zur 0:1-Führung traf (53.). In Überzahl zeigte sich der Aufsteiger dabei äußerst effizient im Abschluss.
In der Folge schlichen sich bei den Hausherren vermehrt Ungenauigkeiten im Aufbauspiel ein, dennoch blieb Amstetten gefährlich. Eine präzise Hereingabe von Peham auf Conateh führte nach einem Blockversuch der Welser Defensive zu einem Elfmeterpfiff. Peham übernahm Verantwortung und stellte in der 66. Minute auf 1:1.
Die Partie entwickelte sich danach zu einem intensiven Duell mit zahlreichen Zweikämpfen. Trotz Unterzahl präsentierte sich Amstetten weiterhin kompakt und suchte vor allem über die linke Angriffsseite den Weg in den Strafraum. Die Welser Hintermannschaft rund um Kapitän Sebastian Feyrer klärte jedoch die meisten Situationen souverän. Offensiv versuchte FC HOGO Hertha Wels mit frischen Kräften nachzulegen, ein Freistoß von Tolga Günes aus aussichtsreicher Position (75.) ging allerdings über das Tor.
In der Schlussphase mobilisierten beide Teams nochmals alle Kräfte. Die Gastgeber versuchten es vermehrt mit langen Bällen aus dem Halbfeld. Nach einem Foul im Mittelfeld sah Pascal Müller die zweite Gelbe Karte, wodurch die numerische Überlegenheit der Welser aufgehoben wurde. In den letzten Minuten warfen die Niederösterreicher nochmals alles nach vorne, ein Freistoß samt anschließendem Eckball in der Nachspielzeit blieb jedoch ohne Erfolg.
Am Ende stand ein intensives 1:1-Unentschieden, in dem beide Mannschaften ihre Phasen hatten und sich die Punkte teilten.
Trainer Christian Heinle zum Spiel:
„Zu Beginn war es ein sehr schwieriges Spiel für uns. Amstetten hat sein Spiel, trotz unserer intensiven Vorbereitung, extrem gut auf den Platz gebracht und uns vor allem durch Standardsituationen in den ersten 20 Minuten stark unter Druck gesetzt. Bis zum Ausschluss waren sie klar spielbestimmend.
Danach haben wir unsere Schwerpunkte, insbesondere mit Verlagerungen, deutlich besser umgesetzt, vor allem in der zweiten Halbzeit. Mit dem Ball konnten wir uns einige gute Situationen erarbeiten und gegen den Ball haben wir den Kampf deutlich mehr angenommen. Ich denke, aufgrund unserer Leistung in der zweiten Halbzeit ist ein Punkt auswärts in Amstetten sehr viel wert.“
Endstand 1:1
ADMIRAL 2. Liga – Runde 18
SKU Ertl Glas Amstetten – FC HOGO Hertha Wels 1:1 (0:0)
Torfolge: Albin Gashi (53.), Peham, Elfmeter (66.),
Gelbe Karten: Pascal Müller (36.), Paul Gobara (45+2), Deinhofer (73.), Conateh (77.), Tolgahan Sahin (90+1),
Gelb/Rote Karte: Pascal Müller (85.)
Rote Karten: Estevao (41.)
Spielerwechsel; Neudhart für Steiger (41.), Tolga Günes für Sebastian Malinowski (HZ), Michael Brugger für Andreas Radics (HZ), Andrija Bosnjak für Marek Svec (69.), Grubhofer für Peham, Deinhofer für Köchl, Mayer für Gragger (alle 71.), Oberwinkler für Conateh (83.)
Schiedsrichter: Daniel Pfister, Thomas Kaplan, Manuel Koller
Spielort: Ertl Glas-Stadion, Amstetten, Zuseher: 950
Aufstellung FC HOGO Hertha Wels
Kilian Schröcker, Sebastian Feyrer (K), Nicolas Keckeisen, Pascal Müller, Marek Svec, Andreas Radics, Albin Gashi, Sebastian Malinowski, Paul Gobara, Tolgahan Sahin, Manuel Thurnwald
Ersatzbank
Samuel Szakal, Luan Leite da Silva, Tolga Günes, Michael Brugger, Luca Tischler, Andrija Bosnjak, Fabian Lechner
Headcoach: Christian Heinle
Aufstellung SKU Ertl Glas Amstetten
Estevao, Köchl, Wimhofer, Eisschill, Peham, Steiger, Conateh, Offenthaler, Wimmer, Pertlwieser, Gragger
Ersatzbank
Neudhart, Oberwinkler, Davies, Deinhofer, Mayer, Grubhofer, Lanthaler
Headcoach: Patrick Enengl
Fotocredit: GEPA pictures/ Manuel Binder
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