In der 28. Runde der ADMIRAL 2. Liga gastierte der FC Hertha Wels beim First Vienna FC 1894 auf der Hohen Warte und startete mit einigen personellen Anpassungen in die Partie. Bei frühlingshaften Bedingungen entwickelte sich von Beginn an ein intensives Spiel mit ersten Offensivaktionen auf beiden Seiten. Während die Welser vor allem über Flanken in die gefährlichen Zonen kamen, versuchte die Vienna aus einer stabilen Viererkette heraus ihr Umschaltspiel aufzuziehen.
Die erste wirklich zwingende Aktion gehörte den Gastgebern: Nach einer Flanke von der linken Seite verwertete Zimmermann diese per Kopf zur 1:0-Führung (18.). Kurz darauf musste die Welser Defensive erneut klären, um einen möglichen zweiten Treffer zu verhindern. In weiterer Folge übernahm der FC Hertha Wels phasenweise mehr Ballbesitz (56 %), fand jedoch gegen die kompakte Defensive der Hausherren zunächst keine klaren Lösungen im letzten Drittel.

Die Heinle-Elf agierte gegen den Ball im 5-3-2-System und versuchte über schnelle Umschaltmomente mit Malinowski und Svec Nadelstiche zu setzen. Dennoch fehlte im Vergleich zu den vorangegangenen Auswärtssiegen der notwendige Spielfluss, insbesondere im Aufbau und in der finalen Durchschlagskraft. Zudem bereitete die Vienna mit hohen Bällen in die Spitze immer wieder Probleme.
Kurz vor der Pause bot sich noch eine Möglichkeit für die Gäste, als ein missglückter Kopfball auf Torhüter Unger beinahe im eigenen Tor landete, die anschließende Standardsituation blieb jedoch ungenutzt. Somit ging es mit einem 0:1-Rückstand aus Welser Sicht in die Halbzeitpause.
Halbzeitstand 1:0
Mit deutlich mehr Schwung kam der FC Hertha Wels aus der Kabine und versuchte, das Spiel in der zweiten Halbzeit aktiver zu gestalten. Nach einer Anfangsphase, die von vielen Unterbrechungen und Fouls geprägt war, übernahmen die Gäste zunehmend die Kontrolle und erhöhten den Druck. Vor allem durch ein höheres Pressing in der gegnerischen Hälfte gelang es der Heinle-Elf, Ballgewinne zu erzwingen und das Spielgeschehen vermehrt in die Hälfte der Vienna zu verlagern.
Die Partie entwickelte sich zu einem intensiven, körperbetonten Duell mit vielen Zweikämpfen. Während die Hausherren offensiv nur noch vereinzelt und meist ungenau vor das Tor kamen, wurden die Welser im Spiel nach vorne direkter und zielstrebiger. Ein erster Abschluss durch Albin Gashi (62.) sowie zwei aufeinanderfolgende Eckbälle unterstrichen die steigenden Offensivbemühungen.
In der Schlussphase drängte der FC Hertha Wels weiter auf den Ausgleich. Eine scharfe Hereingabe von Sebastian Malinowski verpassten Brugger und Gashi nur knapp (75.), kurz darauf kam Luca Tischler nach einem Freistoß per Kopf zu einer weiteren guten Möglichkeit (77.). Die Vienna zog sich zunehmend zurück und lauerte auf Konter, während sich das Spielgeschehen nahezu ausschließlich in ihrer Hälfte abspielte.
Trotz aller Bemühungen und einer insgesamt starken zweiten Halbzeit gelang es den Welsern jedoch nicht, den verdienten Ausgleich zu erzielen. In einer offenen Schlussphase hätte die Partie noch in beide Richtungen kippen können, am Ende blieb es jedoch bei der knappen 0:1-Auswärtsniederlage.
Endstand 1:0
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