Der SKN St. Pölten übernahm vom Anpfiff weg das Kommando und setzte den FC Hertha Wels früh unter Druck. Bereits in der 6. Minute kamen die Hausherren zu einer guten Einschussmöglichkeit, nur eine Minute später fiel die Führung: Mané zog aus halblinker Position ab und traf ins lange Eck zum 1:0 (7.).
Die Welser versuchten mit einem Eckball von Tolgahan Sahin und einer anschließenden Hereingabe von Christopher Wernitznig zu antworten, blieben dabei jedoch ungefährlich. Auch danach änderte sich wenig am Spielgeschehen. Die Gastgeber bestimmten das Tempo, während die Oberösterreicher kaum Zugriff fanden und sich über weite Strecken in die eigene Hälfte zurückdrängen ließen.
In der 24. Minute nutzte St. Pölten seine Überlegenheit zum zweiten Treffer: Kolodziejczyk zog von der Strafraumgrenze ab und erhöhte mit einem platzierten Schuss auf 2:0. Mit rund 70 Prozent Ballbesitz hatten die Niederösterreicher nach knapp einer halben Stunde das Spiel fest im Griff. Offensiv gelang es dem FC Hertha Wels kaum, für Entlastung zu sorgen.
Auch in der Schlussphase des ersten Durchgangs blieb St. Pölten gefährlich. In der 38. Minute segelte ein langer Ball nach einem Eckstoß nur knapp am Tor von Kilian Schröcker vorbei.
Zu allem Überfluss musste Sebastian Malinowski kurz vor der Pause verletzungsbedingt das Feld verlassen. Für ihn kam Isa Drammeh in die Partie.
So ging es für die Welser nach einer schwierigen ersten Halbzeit mit einem 0:2-Rückstand in die Kabine. Nach dem historischen Cup-Erfolg am Dienstag deutete sich in der Meisterschaft zunächst ein weiterer Rückschlag an.
Halbzeitstand 2:0
Mit einem Dreifachwechsel zur Pause versuchte Headcoach Markus Lackner, neue Impulse zu setzen und die Wende einzuleiten. Die Welser präsentierten sich nach dem Seitenwechsel engagierter, suchten entschlossener die Zweikämpfe und bemühten sich um einen strukturierteren Spielaufbau.
In der 60. Minute sorgte ein Eckball von Tolgahan Sahin erstmals für Gefahr, doch der anschließende Kopfball von Isa Drammeh war zu zentral platziert und stellte SKN-Schlussmann Knett vor keine Probleme. Fünf Minuten später versuchte es Sahin selbst mit einem Abschluss, setzte den Ball jedoch deutlich über das Tor. Auf der Gegenseite meldete sich Rupp mit einem Schuss zurück, der in der 68. Minute ebenfalls klar über den Kasten von Kilian Schröcker ging.
In der 71. Minute wurden die Bemühungen der Messestädter schließlich belohnt: Nach einem Eckball, der bis in den hinteren Bereich des Strafraums segelte, reagierte Yasin Mankan am schnellsten und traf mit einem direkten Abschluss zum 2:1-Anschlusstreffer. Der Treffer fiel in einer Phase, in der die Gastgeber etwas Tempo aus ihrem Spiel genommen hatten und die Welser zunehmend besser in die Partie fanden.
Beinahe hätte Mankan unmittelbar nach dem Wiederanpfiff nachgelegt, doch diesmal war Knett zur Stelle und verhinderte den Ausgleich. Nach der über weite Strecken einseitigen ersten Halbzeit entwickelte sich nun eine deutlich offenere Begegnung.
In der 82. Minute kam es zu einem Zusammenstoß zwischen FC Hertha Wels-Torhüter Kilian Schröcker und SKN-Spieler Mané. Beide Spieler konnten die Partie glücklicherweise fortsetzen. Auch auf den Rängen wurde die Atmosphäre zunehmend hitziger, als die Begegnung in ihre Schlussphase ging.
Die Welser warfen nun noch einmal alles nach vorne und drängten auf den Ausgleich, mussten dabei aber weiterhin auf die gefährlichen Angriffe der Hausherren achten. Am Ende stand trotz einer engagierten zweiten Spielhälfte eine 2:1-Auswärtsniederlage auf der Videowall.
ADMIRAL 2. Liga – Runde 11
Freitag, 30.10.2026
NV Arena, St. Pölten
SKN St. Pölten – FC Hertha Wels 2:1 (2:0)
Torfolge: 1:0 Mane (7.), 2:0 Kolodziejczyk (24.), 2:1 Yasin Mankan (71.),
Schiedsrichter: Stefan Barmaksiz, Mohamed El Sadany, Patrick Treffer
Aufstellung FC Hertha Wels
Kilian Schröcker, Sebastian Feyrer (K), Tolgahan Sahin, Michael Brugger, Sebastian Malinowski, Oliver Kregar, Stefan Haudum, Christopher Wernitznig, Paul Gobara, Nikolas Freund, Din Barlov
Ersatzbank
Moritz Schrenk, Nicolas Keckeisen, Pascal Müller, Isa Drammeh, Yasin Mankan, Luca Tischler, Nevio Zotz
Coach: Markus Lackner
Aufstellung SKN St. Pölten
Knett, Szerencsi, Borkovic, Stendera (K), Gabbichler, Skogen, Rupp, Mane, Kolodziejczyk, David, Wanner
Ersatzbank
Kurz, Buchegger, Amoah, Messerer, Altersberger, Schweinberger, Hartwig
Coach: Cem Sekerlioglu
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